Spezielle Neurosenlehre: Angststörungen
In der psychodynamischen Neurosenlehre wird Angst als Signal für intrapsychische Konflikte verstanden. Pathologische Angst entsteht, wenn unbewusste Konflikte und Affektspannungen vom Ich nicht ausreichend verarbeitet werden können und sich in Form von Angstsymptomen äußern. Dabei kann die diffuse innere Spannung an bestimmte Objekte oder Situationen gebunden werden, wodurch sich klinische Erscheinungsformen wie Phobien oder Panikattacken entwickeln. Diese Angstbindung stabilisiert kurzfristig das psychische Gleichgewicht, trägt jedoch zur Aufrechterhaltung der Symptomatik bei. Psychodynamische Therapie zielt darauf ab, die zugrunde liegenden Konflikte und Abwehrmechanismen zu verstehen und zu bearbeiten.
M. Sc. Bathilde Meillerais Teschke
Seminar: 3 UE, Präsenzveranstaltung, TP/AP/Ä, alle, die noch nicht teilgen. haben

