Psychoanalyse, Neurowissenschaften und Bewusstsein -Teil 2: Psychoanalyse und Bewusstsein
Der zweite Teil widmet sich der Frage, wie und warum Bewusstsein entsteht, und greift hierzu den integrativen Ansatz von Mark Solms und Karl Friston auf, der das „Problem“ aus naturwissenschaftlicher Perspektive neu rahmt. Auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse aus Physik, Physiologie und affektiver Neurowissenschaft wird Bewusstsein nicht als bloßes Nebenprodukt kognitiver Verarbeitung verstanden, sondern als endogener, affektiv fundierter Zustand lebendiger Systeme, der aus der Notwendigkeit hervorgeht, freie Energie zu minimieren und existenzielle Unsicherheit zu regulieren. Dieser Ansatz schafft einen theoretischen Rahmen, in dem subjektives Erleben, Affekt und Selbstorganisation als zentrale Bedingungen von Bewusstsein verständlich werden.
Dipl.-Psych. Michael Flor
Seminar: 3 UE, Präsenz und Zoom für LFI München und PiA in PT außerhalb Berlins, TP/AP, alle

