Umgang mit Demenz bei Angehörigen
Alzheimer-Demenz kommt nicht über Nacht. Experten gehen von rund 30 Jahren asymptomatischem Verlauf aus, bevor sich die Krankheit bemerkbar macht. Dann verdichtet sich der Nebel des Vergessens. Die Ängste der Menschen vor Demenz finden zunehmend auch in der Altersforschung in Deutschland Beachtung. Und es gibt einen englischen Fachbegriff dafür: dementia worry, zu Deutsch ‘Demenzsorge’. „Demenzsorge ist die emotionale Reaktion auf die wahrgenommene Bedrohung, irgendwann einmal an Demenz zu erkranken“,
Nur: Das individuelle Demenzrisiko lässt sich senken! Das Seminar soll Einblicke geben in die Entstehung von Demenz, im Umgang mit Betroffenen und in die Betroffenheit der Angehörigen. Und es soll Hoffnung machen: Denn wir haben durchaus Einfluss auf die Entstehung und auf den Verlauf mit Bewegung, gesunder Ernährung, gemeinsamen Aktivitäten, Entspannung und gutem Schlaf bis hin zu einer positiven Lebenseinstellung.
Anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse aus Medizin, Psychologie und Ernährung zeigen wir, wie Demenz frühzeitig erkannt und verlangsamt werden kann, und wie wir bestmöglich mit der Erkrankung umgehen: Demenz betrifft Familie, Angehörige, Pflegende. Für die Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf – für die Pflege eines Demenzerkrankten auch. Es gibt konkrete Anregungen, die im Umgang mit Betroffenen den Unterschied machen. Teilnehmer haben die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen. Und vielleicht ändert sich damit unser Blick auf die Erkrankung.
Dipl.-Psych. Karola Hanau
Seminar: 3 UE, Präsenz und Zoom für LFI München und PiA in PT außerhalb Berlins, TP/AP, alle

