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Substanzabhängige und -unabhängige Süchte als eigene Selbstbehandlung sowie Aspekte des Suchtwechsels – Pflichtveranstaltung – 1. Termin

1. Juni 2026 | 19:00 - 21:15

Triebpsychologisch (bewusst und weitgehend unbewusst) strebt jeder Mensch an, einen möglichst angenehmen (psychischen) Zustand zu erreichen und zu erhalten. Insbesondere während der Psychogenese werden biologische und psychische Wirkungen auf das Regelwerk der Neurorezeptoren geprägt und die intrapsychische Balance beeinflusst. Lerntheoretisch tritt im Regelwert der Neurotransmitter durch stoff- und stoffunabhängiges Verhalten zunehmend Gewöhnung bis zur Abhängigkeit ein.
Beispiel: Alkohol als Suchtmittel mit intendierter (breiter) Wirkung (auf intrapsychische Zustände wie Stimmung, Angst, Antrieb, Aggression, Spannung etc.). Entwicklung von Suchtmustern durch Medikamente, Drogen, THC u.a. und Entwicklung von oralen Suchtformen wie Esssucht, Anorexie sowie stoffunabhängiger Sucht (z.B. Glücksspiel, Internetsucht, „Risikospiele“, Arbeitssucht, Sexsucht und andere Tätigkeitssüchte). Die süchtige Selbstbehandlung führt über die Jahre oft zu Wechseln der Substanzen wie auch zu stoffunabhängigen Suchtformen. Die Polytoxikomanie entspricht dem verzweifelten Versuch zur psychischen Stabilisation, wobei mit stimulierenden und beruhigenden Substanzen (Uppers vs. Downers), mit überwertigen Überzeugungen und süchtig-zwanghaften Verhaltensweisen der zunehmende Kontrollverlust eintritt.

Die Teilnahme an der Vorlesung ist verpflichtend für alle, die noch nicht an dieser teilgenommen haben.

Dr. med. Lothar Schlüter-Dupont
Vorlesung: 3 UE, Präsenzveranstaltung, TP/AP, alle, die noch nicht teilgen. haben

Details

  • Datum: 1. Juni 2026
  • Zeit:
    19:00 - 21:15
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