Die kreative Bewältigung von Verzweiflung, Hass und Gewalt – von Mozart, Goethe und Picasso über Madonna, Mick Jagger und Taylor Swift
Ein geschichtlicher Überblick zeigt, dass eine zentrale Funktion menschlicher Kreativität darin besteht, sowohl ungute Stimmungen als auch aggressive und destruktive Impulse zu bewältigen. Danach werden Grundbedingungen der Kreativität, der Erschaffung des Neuen und Brauchbaren, dargestellt: Begabung und Talent (1), Wissen und Können (2), Motivation und Resilienz (3), produktive Persönlichkeitseigenschaften (4) sowie fördernde und fordernde Umgebungsbedingungen (5).
Diese „Big Five“ der Kreativität sind in den verschiedenen kreativen Domänen von unterschiedlicher Bedeutung. Sie entfalten sich in der alltäglichen Lebens- und Beziehungsgestaltung, in Wissenschaft, Literatur, Musik, bildender und darstellender Kunst auf jeweils besondere Weise. Auch in den verschiedenen Phasen des kreativen Prozesses – Vorbereitung, Inkubation, Illumination, Realisierung, Verifikation – spielen die genannten Grundlagen eine unterschiedliche Rolle.
Anhand von „Klassikern“ wie Mozart, Goethe und Picasso sowie Albert Einstein und Marie Curie wird das Zusammenspiel der „Big Five“ konkretisiert. Dabei finden auch die Unterschiede je nach Domäne Beachtung. Die Betrachtung der schöpferischen Prozesse von Pop-Ikonen wie Madonna und Mick Jagger, Amy Winehouse und Taylor Swift vertieft das Verständnis außergewöhnlicher schöpferischer Prozesse, wie sie gelingen, aber auch, wie sie scheitern können.
Aus dem Beschriebenen ergeben sich Konsequenzen für die Förderung alltäglicher Kreativität in verschiedenen Lebensaltern und Lebenslagen.
Literatur:
„Die kreative Bewältigung von Verzweiflung, Hass und Gewalt“. Psychosozial-Verlag, 2023
„Taylor Swift – Woher kommt der kreative Flow“. Springer Nature, 2026
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Rainer M. Holm-Hadulla
Vorlesung: 3 UE, Präsenzveranstaltung mit Zoom, TP/AP/Ä, alle

